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Kundgebung: 1 Jahr nach Hanau

Februar 19 @ 15:00 - 18:00

1 Jahr nach Marburg:

🗓19.Februar

🕒15:00 Uhr

📍Erwin-Piscator-Haus Marburg

Die Grenze liegt nicht zwischen Innen und Außen

Sondern zwischen Unten und Oben

Die einen gehen Yachten shoppen

Die anderen gehen unter in Booten

Wettkampf, der bestimmende Faktor in diesem System

Wer nützt? Wer wird abgeschoben? Gewinner kann’s ohne Verlierer nicht geben

– Disarstar, Bist du wach? (Hanau Benefiz Song)

Vor genau einem Jahr wurden in Hanau neun Menschen durch einen rassistischen Anschlag ermordet: Ferhat Unvar, Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Kaloyan Velkov, Vili Viorel Păun, Said Nesar Hashemi und Fatih Saraçoğlu. Heute müssen wir immer noch zusehen, wie die Rechtsentwicklung voranschreitet – ganz vorne dabei sind Politiker*innen wie Sarrazin, Seehofer, Höcke und Weidel. Statt sich gegen rassistisches Gedankengut zu stellen, aufzuklären und die sozialen Ursachen dahinter zu bekämpfen, verbreiten Medien wie BILD und RTL Hass und Hetze, was beiträgt zum Erstarken der Rechten, zu Rassismus und Menschenfeindlichkeit. Auch die Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, die staatlich untermauerten Repressionen des NSU 2.0, der Terror in Halle und der rechtsterroristische Anschlag in Hanau zeigen, dass rechte Attentate noch lange nicht der Vergangenheit angehören. Der NSU-Prozess hat die Fragezeichen um den NSU-Komplex nicht aufgelöst. Im Gegenteil: die Theorie vom Tätertrio wurde starr beibehalten statt des gesamten Netzwerks dahinter zu durchleuchten. Im Zusammenhang mit Halle und Hanau wird erneut von Einzelfällen gesprochen. Das ist schon in Anbetracht der Häufigkeit von rechten Anschlägen absolut absurd und nicht hinnehmbar. Die versprochene Aufarbeitung und Unterstützung der Angehörigen durch die Behörden wurde nicht eingehalten. Fehlverhalten der Sicherheitskräfte, Schludrigkeit bei der Justiz und Polizei in den Ermittlungen reihen sich damit im roten Faden ein, dass die Notausgangstür in der Tatnacht auf staatliche Anordnung hin verschlossen war aufgrund rassistisch begründeter “Fluchtgefahr” bei Razzien in Shisha-Bars.

Wir müssen Rassismus effektiv bekämpfen! Dazu muss auch die soziale Frage mit in den Vordergrund gerückt werden. Um aufzeigen zu können, dass nicht Menschen mit Migrationshintergrund die Verantwortlichen des Problems sind, sondern die neoliberale Politik. Diese trägt dazu bei, dass arbeitende Menschen immer mehr in den Abgrund gezerrt werden und die rechten Parteien diesen Nährboden für sich nutzen, um noch weiter zu spalten. Das wird besonders an der Wohnungsfrage in Marburg deutlich. Darüber hinaus brauchen wir freie Entfaltungsmöglichkeiten der fortschrittlichen und demokratischen Kräfte in Marburg, die besonders in Zeiten der Pandemie immer weniger Betätigungsräume erhalten. Stattdessen wird gegen soziale Probleme mit repressiver Polizei vorgegangen, wie häufiger an den Lahntreppen zu beobachten ist. Aus diesen Gründen rufen wir euch auf, 1 Jahr nach Hanau am 19. Februar 2021 an der Kundgebung am Erwin-Piscator-Haus teilzunehmen und laut zu sein gegen Rassismus!

Kein Vergeben, kein Vergessen!

Petition der Platform Solidarität simdi:

http://change.org/solidaritätsimdi

Gemeinsamer Aufruf von:

DIDF Jugend Marburg

Solidarität simdi Plattform Marburg

DGB Jugend Mittelhessen

Junge NGG Marburg

Gew Studis Marburg

VVN-BdA Marburg

Seebrücke Marburg

AStA Marburg

Ausländerbeirat Marburg

FFF Marburg

IL Marburg

AKJ Marburg

KritMed Marburg

SoFiKuS Marburg

Autonomes Schwulen Referat Marburg

Autonomes Frauen Lesben Referat Marburg

AgF Marburg

Die Falken Marburg

BDAS Marburg

Grüne Jugend Marburg-Biedenkopf

Jusos Marburg-Biedenkopf

SDS Die Linke Marburg

SDAJ Marburg

Details

Datum:
Februar 19
Zeit:
15:00 - 18:00
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Veranstaltungsort

Erwin-Piscator-Haus
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