Gründungserklärung

Anmerkung der Katzen: Wir wissen, dass unsere Gründungserklärung in Teilen schwierig zu lesen und verstehen ist. Leider sind wir selbst nicht frei von Widersprüchen. Falls ihr bestimmte Begriffe, Sätze und/oder Absätze nicht versteht, sind wir immer offen für Nachfragen. Außerdem könnt ihr uns auch gerne Anmerkungen und Kritik schicken.

Hilfe, die Kommunist:innen kommen!

Mit der vorliegenden Erklärung geben wir unsere Gründung in Marburg bekannt. Wir sind eine postautonome kommunistische Gruppe und verstehen uns als undogmatisch. Deshalb haben wir den Anspruch eine radikale Gesellschaftsveränderung zu bewirken. Das bedeutet für uns und unsere Praxis möglichst offensiv gegen die Reaktion und für unsere Vorstellung einer befreiten Gesellschaft einzutreten, in der der Mensch und seine Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen. Auf diese Weise wollen wir uns aus der Isolation und Lethargie der linken Szene lösen. Im folgenden werden wir unsere Kritik an der Gesellschaft und der linken Subkultur zum Ausdruck bringen, um unsere Gründung und unsere Ansätze nachvollziehbar zu machen.

Gegen die Isolierung der linken Subkultur

Seit den 2000ern ist die Rede von der „Antifa in der Krise“. Hieran hat sich bis heute, trotz der allgegenwärtigen Bedrohung faschistischer Bewegungen, nicht allzu viel verändert. Anstatt die Grausamkeit in der Gesellschaft zu bekämpfen, haben wir uns in unsere studentisch geprägten Szeneorte zurückgezogen, um uns von dieser Gesellschaft abzukapseln, obwohl wir Teil dieser sind. In diesen Szeneorten ist eine linke Subkultur vorherrschend, die Konformität fordert in Ideologie, Sprache und Mode. Wer diese Eigenschaften nicht vorzuweisen hat wird direkt oder indirekt ausgegrenzt.

Alle suchen nur nach Fehlern, wie die Zollfahndung nach Waffen, aber nur bei den Anderen, Rufmordkampagne. Unsolidarisch, Elfenbeinturm. Nur eine Phase für mehr Helfersyndrom“ TickTickBoom – SBKLTR

Der neoliberale Gedanke von Konformität, Effizienz und Optimierung in den eigenen Reihen stammt aus der Gesellschaft, von der sich so vehement versucht wird abzugrenzen. Dabei spiegeln sich die gesellschaftlichen Verhältnisse zwangsläufig auch in der radikalen Linken wieder. Die mangelnde Reflexion dessen führt zu einem unnötigen Konkurrenzdenken unter linken Individuen und politischen Gruppen. Jenes äußert sich zum Beispiel darin, dass wir uns mit internen Szenestreitigkeiten und dogmatischen Politikformen aufhalten, in der beispielsweise „Antifa-Creditpoints“ oder eine angeblich überlegene Theorie darüber entscheiden, wer die beste Gruppe oder Einzelperson in der Szenehierarchie wäre. Oder darin, dass, ganz im Sinne des neoliberalen und autoritären Disziplinierungswahns, alle sofort ausgeschlossen werden, die einmal das falsche Wort benutzen oder gar die vorherrschenden Meinungen in der radikalen Linken hinterfragen. Gesellschaftsveränderung scheint dabei für die meisten Linksradikalen eine geringe Rolle zu spielen oder ist zu einer Plattitüde geworden. Hierdurch wird die politische Handlungsfähigkeit der gesamten radikalen Linken gelähmt, woraus es auszubrechen gilt! Denn während wir uns vornehmlich mit uns selber beschäftigen, formiert sich die faschistische Gefahr und die befreite Gesellschaft rückt noch weiter in die Ferne.

Mit unserer Kritik wollen wir nicht zum Ausdruck bringen, dass die letzten verbliebenen Szeneorte nicht unterstützenswert wären oder gar automatisch zu einer gesellschaftlichen Isolierung führen würden. Natürlich brauchen wir solche Räumlichkeiten, um uns auch mal eine Pause gönnen zu können, Kraft zu tanken und in einen gemeinsamen Diskurs treten zu können. Die Tendenzen zeigen aber, dass es dabei bleibt. Linke Infrastruktur wird viel zu sehr dafür genutzt, um Politik von der linken Szene für die linke Szene zu leisten. Sie wird nicht als Ort betrachtet, in der wir uns gemeinsam gegen die Reaktion und für die Vorstellung einer befreiten Gesellschaft organisieren können. Versteht uns nicht falsch, wir können diese Neigungen sehr gut nachvollziehen. Die bisherigen gesellschaftlichen Verhältnisse sind ein einziges Elend und in der linken Szene können wir endlich ein Stück weit Leben und Freiraum schnuppern. Doch darauf zu warten, dass die befreite Gesellschaft irgendwann vom Himmel fällt und in der eigenen Szene auszuharren, ist ein grundsätzlich falsches Verhalten. Besonders in der derzeitigen autoritären Formierung der Gesellschaft, in der faschistische Bewegungen an Einfluss gewinnen und das gesellschaftliche Klima unaufhörlich nach rechts rückt, gleicht die Passivität der radikalen Linken einem Todesstoß für emanzipatorische Bestrebungen. Einhergehend mit den fortwährenden Prozessen kapitalistischer Verwertungslogik, die sich unter anderem in Gentrifizierung gemeinsam mit zunehmender staatlicher Repression offenbart, stehen nun wohl auch die letzten verbliebenen linken Szeneorte vor dem Aus. Es wird Zeit, der Resignation eine Absage zu erteilen!

Studium fertig? Was für Antifa?“ AMK – Demagogen/Ich wurde nicht so geboren

Neben der gesellschaftlichen Isolierung sind linke Gruppen auch voneinander isoliert. Denn der allgemeine linksradikale Studi hat die Weisheit mit Löffeln gefressen und muss die eigene politische Identität mit allen Mitteln vor den Anderen verteidigen. Und so kommt es, dass die linke Szene auf Grund dieser Profilierungen in den meisten Städten in viele Kleingruppen zersplittert ist, die sich alle untereinander verachten, statt sich solidarisch-kritisch streiten zu können. Alle 2 bis 3 Jahre verschwindet dann eine dieser Gruppen und eine Neue gründet sich. Denn der politische Aktivismus ist für viele nur eine Phase während des Studiums, die mit dem Abschluss endet. Hieraus folgt, dass statt langfristigen und nachhaltigen Strategien kurzfristige Kampagnen gefahren werden, in der sich alle verausgaben. Die Folgen sind Burnout und das Verbrennen der Aktivist:innen. Zurück bleibt eine innere Leere, Enttäuschung und die Aufgabe jeglicher Art revolutionärer Bestrebungen. Aber es ist auch wichtig zu sehen, dass es die bisherigen linksradikalen Organisierungsformen den wenigsten älteren Genoss:innen ermöglichen, organisierte politische Arbeit zu leisten. Dies gilt auch für alle Menschen, die lohnarbeiten müssen, Familie haben oder andere Lebensrealitäten aufweisen. Auch dieser Umstand schwächt die radikale Linke, obwohl eine starke Linke nötig ist.

Marburg bleibt rot?

Marburg ist bekannt als eine kleine Universitätsstadt und wahlweise berüchtigt oder verhasst für die linke Szene. In vielerlei Munde ist zu hören, dass Marburg links-grün versifft oder gar rot sei. Allerdings war Marburg eine geraume Zeit lang bekannt als „Hort der Reaktion“. Erst ab den 1960er Jahren kann davon die Rede sein, dass Marburg neben der rechten auch eine linke Stadtgeschichte vorzuweisen hat. Dies macht sich zum Glück heutzutage auch noch bemerkbar. Für die recht kleine Stadt ist die linke Szene nämlich verhältnismäßig groß und aktiv, was ein begrüßenswerter Umstand ist, da sonst der momentane Zustand sehr schnell ins Reaktionäre umkippen könnte. Denn Marburg hat, wie bereits angedeutet, historisch bedingt mit den hier verankerten Burschenschaften, studentischen Korporationen und Dorfnazis, sowie religiösen Fundamentalist:innen, Verschwörungstheoretiker:innen und Esoteriker:innen auch eine ekelhafte Fratze. Ihre menschenverachtenden Positionen konnten sie bisher auf Grund des aktiven Widerstands antifaschistischer Gruppen und auch Teilen der Stadtgesellschaft nicht auf die Straßen Marburgs tragen und deshalb keine rechte Hegemonie errichten.

Trotz unseres Respekts vor der Arbeit der lokalen Gruppen müssen wir unsere vorausgegangene Kritik der subkulturellen Linksradikalen wiederholen: Die linke Szene in Marburg ist elitär und verschlossen. Neuen Personen wird mit Argwohn und Distanz begegnet, anstatt ihnen gegenüber erst einmal aufgeschlossen zu sein. Es ist folglich für viele neue, politisch interessierte Personen unglaublich schwer Anschluss zu finden, obwohl wir jede Genoss:in bei unseren Kämpfen an unserer Seite brauchen. Wir möchten an dieser Stelle betonen, dass sich unsere gesamte Kritik nicht nur an Andere richtet, sondern mindestens genauso sehr an uns Selbst. Mit der Schließung des wichtigen Marburger Szene Kneipenkollektivs „Havanna Acht“ im Zuge von Gentrifizierungsprozessen wurde uns der letzte linksradikale öffentliche Raum genommen. Das „Havanna Acht“ hatte in den letzten 34 Jahren die Rolle eines Autonomen Zentrums angenommen. Es war zugleich Kontaktladen, Diskussionsforum, ein Ort für Veranstaltungen und natürlich ein zweites Wohnzimmer für Viele. Die linke Szene steht deshalb vor der Frage, wie es weitergehen kann.

Wie hip kann eine Stadt noch werden? Wie viele Menschen wollt ihr quälen mit der Angst, das Zuhause zu verlieren? Wie können wir unsere Köpfe heben, während wir auf Trümmerhaufen stehen und uns einreden, dass wäre nur der Lauf der Dinge? Wenn wir uns organisieren, Druck ausüben auf die Politik mit dem Ziel Spekulanten die Macht zu entziehen, dann managen wir selber das Quartier und wenn wir rausfinden wie, dann ist dass der Lauf der Dinge!“ Lena Stöhrfaktor – Lauf der Dinge

Perspektivlosigkeit und Zukunftsängste sind Folgen dieser Entwicklung. Die Marburger linke Subkultur ist auf dem Weg, an den kapitalistischen Verhältnissen und den eigenen Widersprüchen zu zerbrechen. Dem gilt es sich gemeinsam entgegenzustellen! Wenn wir als radikale Linke in Marburg weiterhin unsere relative Stärke behalten und ausbauen wollen, müssen wir dafür kämpfen, dass es wieder öffentliche, selbstverwaltete linke Räume gibt. Denn wo sonst können wir einen so bitter nötigen Freiraum für Alle schaffen, um unseren Widerstand gegen die Totalität der Gesellschaft wirksam zu organisieren? Es ist Zeit für ein Autonomes Zentrum in Marburg!

Der Traum ist aus?

Der Traum ist aus, der Traum ist aus! Aber ich werde alles geben, dass er Wirklichkeit wird! Aber ich werde alles geben, dass er Wirklichkeit wird!“ Ton Steine Scherben – Der Traum ist aus

„Ist diese Gründungserklärung ein Aufruf zur Resignation?“ könnten sich einige Leser:innen vielleicht fragen. Mitnichten, denn ohne Kritik gibt es keinen Fortschritt. Uns geht es auch nicht darum, die linke Szene als etwas verachtenswertes darzustellen oder Gruppen und ihre wichtige Arbeit klein zu reden. Für uns sind diese genannten Probleme strukturell bedingt und lassen sich in vielen Städten vorfinden. Auch möchten wir mit unserer Gründungserklärung nicht das Bild vermitteln, dass wir alle Fehler erkannt haben und nun erleuchtet den einzigen richtigen Weg in die Richtung der befreiten Gesellschaft einschreiten. Für uns ist die Vielfältigkeit der Ansätze in der Linken ein wichtiges Kriterium zum Erreichen unser aller Ziele. Unser Weg soll nur eine dieser vielen Möglichkeiten darstellen.

Trotzdem bedarf es unserer Meinung nach neue Ideen und Vorschläge. Besonders in Zeiten der voranschreitenden Faschisierung der Gesellschaft, des grassierenden Antifeminismus, der ökologischen Krise und der Digitalisierung sowie Automatisierung der Produktion brauchen wir mehr Organisierungs- und Strategiedebatten darüber, wie wir als radikale Linke hierauf angemessen reagieren. Wir müssen nicht nur uns, sondern auch dieser Gesellschaft Perspektiven anbieten, die nicht auf eine Apokalypse oder Dystopie hinauslaufen. Unsere Kritik ist wahrlich auch keine neue, denn Ansätze daraus entstammen aus der Heinz-Schenk-Debatte 1991/92, die, wie sich leider zeigt, aktueller denn je erscheint.

Abwehrkampf alleine ist zu wenig!

Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“ Schwur von Buchenwald

Oft wagen sich linksradikale Strukturen nur aus der eigenen Wohlfühlzone heraus, wenn mal wieder Nazis in der Nähe aufmarschieren oder wenn es um die Verteidigung der eigenen Infrastruktur geht. Auch wenn dieser Abwehrkampf wichtig ist, reicht er allein nicht aus. Damit meinen wir explizit nicht die notwendige Antifa-Recherche, ohne die die Reaktion in den letzten Jahrzehnten nicht so gut in Schach gehalten worden wäre. Denn dies Abwehrkampf ist nötig, um die liberale Demokratie und seine Errungenschaften zu verteidigen und nicht dahinter zurück zufallen. Trotzdem darf es hierbei nicht stehen bleiben und wir müssen kollektiv die Vorstellung einer befreiten Gesellschaft erneuern und weiterentwickeln. Allerdings ist der bürgerliche Staat trotzdem kein Partner, sondern Gegner radikal linkem und antifaschistischen Widerstands. Dies hat er oft genug unter Beweis gestellt: Indem der Verfassungsschutz den Aufbau extrem rechter Netzwerke aktiv unterstützt hat und in den NSU verstrickt ist. Indem es trotz allgegenwärtigem rechten Terrors nur bei Lippenbekenntnissen im Kampf gegen diesen bleibt, obwohl es mittlerweile sogar die eigenen Repräsentant:innen trifft. Indem parallel dazu der Repressionsapparat weiter ausgebaut wird und in der Folge antifaschistische und radikal linke Proteste noch stärker kriminalisiert werden. Indem entsprechend des nationalen Wettbewerbsstaates dem Kapital hofiert wird, indem Gewinne privatisiert, während Verluste sozialisiert werden und der Widerstand der Arbeiter:innenbewegung zerschlagen wurde. Indem Gentrifizierung nicht effektiv verhindert wird, durch die die Schwächsten der Gesellschaft aus den Städten verdrängt werden, womit für sie gesellschaftliche, soziale und kulturelle Teilhabe massiv eingeschränkt wird. Indem Frauen das Recht auf körperliche Selbstbestimmung nicht zugestanden wird und wir alle institutionalisiert in Geschlechterrollenbilder gepresst werden. Indem die Festung Europa immer weiter abgeschottet wird, obwohl zehntausende Menschen an den EU-Außengrenzen unter unmenschlichen Zuständen vor sich hin vegetieren müssen, gefoltert werden und sterben. Indem Schutzbedürftige vor Hunger und Krieg ins Elend und den sicheren Tod abgeschoben werden. Genau dies sind die Gründe, weshalb wir gesellschaftliche Perspektiven auf eine befreite Gesellschaft entwickeln und der gesellschaftlichen Fragmentierung und Vereinzelung des Neoliberalismus etwas entgegensetzen müssen. Allerdings geht uns nicht darum, einen Plan zu entwerfen, wie die befreite Gesellschaft genau auszusehen hat, sondern aus einer Kritik am Bestehenden heraus Wege in eine bessere Gesellschaft zu entwickeln. Dabei bewegen wir uns zwangsläufig in dem Widerspruch, den bürgerlichen Staat gegenüber reaktionären Bewegungen verteidigen zu müssen und ihn gleichzeitig anzugreifen, um ihn zu einer besseren Gesellschaft hin zu überwinden. Schließlich manifestiert jeder Staat die Unterdrückung des Prekariats, der Betroffen von Antisemitismus, Rassismus und Antiziganismus, der Frauen, Trans- und Interpersonen, der Lesben und Schwulen. Aber der bürgerliche Staat garantiert wenigstens eine formale Gleichheit und ein Mindestmaß an persönlichen Freiheitsrechten, was selbstverständlich nicht genug ist. Hieraus entsteht eine Gratwanderung für uns, die uns überall begegnet. Trotzdem ist der Staat bekannt dafür linke Ideen und Bewegungen für sich zu vereinnahmen und sie damit ihrer Radikalität zu berauben. Gegenüber solchen Vereinnahmungen müssen wir uns zur Wehr setzen und eine klare Grenze zu staatstragenden Organisationen ziehen.

Einen Finger kann man brechen, aber fünf Finger sind eine Faust!“ Ernst Thälmann (Vorsitzender der KPD)

Um eine soziale Kraft werden zu können, die die Schlagkraft hat, die gegenwärtigen Zustände umzuwerfen, müssen wir uns sowohl aus der szeneinternen, als auch aus der gesellschaftlichen Isolierung lösen. Des Weiteren sehen wir es hierfür als unerlässlich an, unsere Kämpfe miteinander zu verbinden und sich gemeinsam für die befreite Gesellschaft zu organisieren. Deshalb möchten wir kollektiv mit möglichst vielen Menschen eine emanzipatorische Perspektive entwickeln und gegen Unterdrückung kämpfen. Dementsprechend muss es das Ziel sein, dass eine emanzipatorische Massenbewegung entsteht, auch wenn dieses Ziel noch weit entfernt ist. Dieses Ziel ist kein neues und so alt wie die kommunistische Idee selbst. Doch sich dieses Ziel und die Konsequenzen dessen immer wieder bewusst zu machen, um es auf die aktuelle Zeit anzuwenden, halten wir für lohnend. Heute bedeutet es für uns, mit allen Marginalisierten, Ausgestoßenen und Geknechteten der Gesellschaft zusammen zu kommen, sich aus der gesellschaftlichen Fragmentierung zu lösen und eine Bewegung zu werden. Aber auch Kräfte aus der sogenannten Mehrheitsgesellschaft müssen Teil der Bewegung werden, um erfolgreich sein zu können. Kommunismus mit nur einem Bruchteil der Gesellschaft kann nicht funktionieren. Ein flüchtiger Blick in die „deutsche“ Geschichte, also seit der Nationenbildung, genügt, um zu Wissen, wie gefährlich der Weg der Massenbewegung sein kann. Ein weiterer in die Gegenwart zeigt, wie unwirksam Gegenentwürfe zu Volk und Nation sind. Es darf einer Bewegung nicht passieren, trotz emanzipatorischer Ideale, zu einem „deutschen“ Zwangskollektiv zu werden und die Grausamkeiten von diesem, beispielsweise die Fetischisierung von Lohnarbeit oder den Antisemitismus, zu produzieren und reproduzieren. Dass auch Kommunist:innen die „deutsche Ideologie“ und „deutsche“ Herrschafts- und Produktionsverhältnisse verinnerlichen können, haben DDR und RAF in der Vergangenheit gezeigt und zeigen deutschtümelnde Steinzeit-Kommunist:innen heutzutage. In der Folge muss die Kategorie „deutsch“ auch auf linke Massenbewegungen kritisch reflektiert werden, da auch solche Kräfte Teil einer Bewegung sein wollen.

Auf die Frage was „deutsch“ sei, können wir keine abschließende Antwort geben.[1] Schaut man sich „Die Deutsche Ideologie“ an, so schreiben Marx und Engels schon, dass „die Deutschen“ „nie eine irdische Basis für die Geschichte und folglich nie einen Historiker“ hatten. Nach Marx und Engels fehlt den Deutschen also eine Geschichtsschreibung, welche die materialistische Basis einbezieht, zum Beispiel den Handel oder die Industrie. Weiter führen sie aus, dass sich in der deutschen Geschichtsschreibung immer wieder, wenn nichts anderes Übrig bleibt, auf eine „Vorgeschichte“ bezogen wird. Etwas, von dem Fakten ausgeschlossen sind, eine Sphäre, die von Vorstellungen, Träumen und Gefühlen beherrscht ist. Ein Mythos. Deutschtum, verstanden als etwas Gefühltes und zugleich „Altes“, somit „natürlich“ erscheinendes, wird folglich nicht verstanden als Produktions- und Herrschaftsverhältnis, wie erst mal jeder Nationalstaat ein solches Verhältnis ist. In diesem denkt sich das Individuum, noch mehr als allgemein schon im Kapitalverhältnis vorhanden, als Diener seines staatlich organisierten Kollektives bzw. denkt es sich als dieses Kollektiv selbst. Dieses nie dagewesene, imaginiert „natürliche“, gesellschaftliche Verhältnis, gedeckt aus der „Vorgeschichte“ heraus, wurde in schweren polit-ökonomischen Krisen, dem 1. Weltkrieg und der Weltwirtschaftskrise 1929, hergestellt bzw. es wurde dorthin korrigiert. Das „Künstliche“ und „Abstrakte“ musste weg. Aus historischen und gesellschaftlichen Verhältnissen und Umständen heraus wurde „der Jude“, um der Konkretisierung willen, zum personifizierten „Abstrakten“, was es zu bekämpfen und schlussendlich auszulöschen galt. Im Massenmord produzierte sich bzw. ließ sich eine Bevölkerung willentlich zu einem Volk produzieren. Zu einer „Rasse“. Der Wahnsinn von menschlichen „Rassen“ trägt schon an sich das Versprechen des „Natürlichen“ inne. „Rasse heute ist die Selbstbehauptung des bürgerlichen Individuums, integriert im barbarischen Kollektiv“ [2], um mit Adorno fortzufahren. Somit ist die „deutsche ‚Krisenlösung‘“ bzw. die „deutsche ‚Revolution‘“ – die Scheinumwälzung der bestehenden Gesellschaftsform – Auschwitz, um mit Moishe Postone weiter auszuführen. „Deutsch sein“ in seiner freien Entfaltung, als Realität schaffende Ideologie unter kapitalistischen Verhältnissen, also als notwendig „falsches Bewusstsein“, ist die Radikalisierung und eben nicht die Abschaffung dieser kapitalistischen Produktions- und Herrschaftsverhältnisse.

Ja, was sollen wir denn sein, pro-deutsch?“ Stephan Grigat

Deswegen kann und muss kommunistisches Denken und Handeln schon seit Marx und Engels in Deutschland vor allem eines sein: „anti-deutsch“! Als Kommunist:innen in Deutschland sehen wir es maßgeblich als unsere Aufgabe an, die „Deutsche Ideologie“ zu bekämpfen und das „deutsche“ Produktions- und Herrschaftsverhältnis zu stürzen. Deshalb befinden wir uns auch in einer Feindschaft zu allen Personen und Strukturen, die die spezifisch „deutsche“ Radikalisierung der kapitalistischen Verhältnisse forcieren wollen, auch wenn dies bunt oder grün angestrichen wird. Natürlich sind kommunistische Kämpfe global zu denken und Solidarität darf nicht an der eigenen Staatsgrenze aufhören, jedoch muss die neue Formierung der „deutschen“ Volksgemeinschaft zum Wohle Aller verhindert werden. In den globalen Kämpfen für die Befreiung der Menschen ist dieser Teil unsere Aufgabe. Denn solange der Kapitalismus und folglich der „deutsche“ Nationalstaat besteht, werden die im Staat vergesellschafteten inneren Widersprüche des Kapitalismus, kontinuierlich auch reaktionäre Kräfte gegen diese Moderne hervorbringen, die die wenigen erkämpften Freiheiten wieder zunichte machen wollen. Deshalb erachten wir es auch als wichtig an, die Leistungen vergangener Bewegungen nicht zu vergessen und zu respektieren, sowie die bisher erkämpften Freiheiten im bürgerlichen Staat nicht komplett zu verteufeln. Vielmehr müssen wir an diese Erfolge anknüpfen, um das „deutsche Wesen“ aus der Welt zu fegen.

„Deutschland muss sterben, damit wir leben können!“ Slime – Deutschland muss sterben

Wir stellen uns vor

C wie Communism

Der Kommunismus ist für uns nicht ein Zustand, der hergestellt werden soll, ein Ideal, wonach die Wirklichkeit sich zu richten haben [wird]. Wir nennen Kommunismus die wirkliche Bewegung, welche den jetzigen Zustand aufhebt.“ Karl Marx und Friedrich Engels – Die deutsche Ideologie (MEW 3)

Wir sind Kommunist:innen, das heißt unser Interesse liegt in einer echten Bewegung, die die kapitalistischen Verhältnisse aufhebt und durch die die Chance entsteht, endlich in Gleichheit und Freiheit leben zu können. In einer Zeit jedoch, in der so eine Bewegung weder zu sehen ist, noch vorstellbar scheint und der autoritäre Staatssozialismus sowjetischen Typs den Kommunismus pervertiert hat, mag es schwer sein, noch kommunistisch zu sein. Die Unerträglichkeit der gegenwärtigen Verhältnisse lässt uns jedoch keine Wahl: Eine Gesellschaft, die notwendigerweise wirtschaftliche Krisen, ökologische Katastrophen und völkisch-nationalistische Denkweisen hervorbringt, ist keine erhaltenswerte. Deshalb sehen wir es als unsere Aufgabe an, die gesellschaftlichen Verhältnisse in einem kommunistischen Sinne zu verändern und eine Bewegung vorzubereiten, durch die die Möglichkeit greifbar wird, die befreite Gesellschaft zu erreichen. Denn wir wollen keine Gesellschaft, in der es Besitzlose gibt, die tagtäglich in ihre Jobs gehen und sich über die Hälfte des wachen Tages ausliefern müssen, während die, die etwas besitzen, nach den Besitzlosen treten, aus Angst ihr Eigentum wieder zu verlieren. Wir wollen keine Gesellschaft, in der Frauen auf Grund ihres Geschlechts ausgebeutet und erniedrigt werden. Wir wollen keine Gesellschaft, in der Familie und Liebe ein Druckmittel darstellt, um Anpassung an menschenunwürdige Lebenssituationen zu erzwingen. Wir wollen keine Gesellschaft, in der anders sein ein Privileg der besonders Gleichen darstellt. Wir wollen keine Gesellschaft, in der der Ruf nach Solidarität wie das hilflose Predigen von Nächstenliebe klingt, sondern erfahrbare Wirklichkeit wird. Es bleibt festzuhalten: Die bürgerliche Gesellschaft, als eine durch Staat und Markt untrennbar hervorgebrachte Einheit, die alle Menschen unter den Primat der Profitmaximierung zwängt, in der sich Fürsorge zu Aufopferung verwandelt, soweit sie sich nicht ausschlachten lässt, ist eine ganz und gar abschaffungswürdige Gesellschaft.

Das Reich der Freiheit beginnt in der Tat erst da, wo das Arbeiten, das durch Not und äußere Zweckmäßigkeit bestimmt ist, aufhört; […] Die Freiheit in diesem Gebiet kann nur darin bestehen, dass der vergesellschaftete Mensch, die assoziierten Produzenten, diesen ihren Stoffwechsel mit der Natur rationell regeln, unter ihre gemeinschaftliche Kontrolle bringen, statt von ihm als von einer blinden Macht beherrscht zu werden.“ Karl Marx und Friedrich Engels – Das Kapital III (MEW 25)

Erst in der befreiten Gesellschaft wird ein richtiges Leben möglich. Also das Streben von Individuen eine ertragbare Gesellschaft zu schaffen, eine Bewegung zu einem Ganzen, in dem den Einzelnen keine Gewalt angetan wird, in dem wir „ohne Angst verschieden sein können“ (Theodor W. Adorno – Minima Moralia). Demzufolge muss das Individuum und das Kollektiv in der Gesellschaft miteinander versöhnt werden. Das bedeutet für uns einerseits, dass das Individuum nicht im Kollektiv aufgelöst wird, wodurch es entrechtet, gleichgeschaltet und verstümmelt wird. Andererseits, dass das Individuum nicht verabsolutiert wird, wodurch Gleichheit geheuchelt wird und Freiheit in Herrschaft umschlägt, die Gesellschaft fragmentiert wird und die Menschen vereinzeln. Letztendlich wird dadurch der kapitalistischen Marktideologie Vorschub geleistet, nach der sich Menschen nur als Akteure auf einem „freien Markt“ begegnen, um Verträge miteinander zu schließen.

Wir fordern eine Welt ohne Patriarchat, Volk, Nation, Staat, Kapital und Fremdbestimmung!

Wir fordern den freien Menschen in freier Assoziation!

Wir fordern nichts weniger als die befreite Gesellschaft!

A wie Action & T wie Theory

Nicht umsonst wird in unserem Namen „Action & Theory“ genannt, denn es ist unser Anspruch Aktion und Theorie miteinander zu verzahnen. Dadurch streben wir an, langfristig zu planen und strategisch sowie nachhaltig zu handeln, um unsere Ziele zu erreichen. Das bedeutet für uns, dass wir anhand einer theoretischen und historischen Analyse der gesellschaftlichen Verhältnisse Ansätze für unsere Praxis finden und diese wiederum reflektieren wollen. Mit dieser Art der theoriegeleiteten Praxis wollen wir die bisherigen Errungenschaften der bürgerlichen Gesellschaft verteidigen und darüber hinaus unsere Vorstellung einer befreiten Gesellschaft in diese hineintragen, damit diese irgendwann Wirklichkeit werden kann. Denn Aktionismus ohne Theorie endet in Verzweiflung und führt zu reaktionären Tendenzen, Theorie ohne Aktion bleibt zumeist ohne Wirkung. Weiterhin machen wir dies auch, damit sich linksradikale Politik nicht mehr undankbar oder gar ins Leere laufend anfühlt. Ansonsten ist es kaum möglich, auf Dauer radikal linke Politik zu machen.

Undogmatisch

Wenn noch nicht einmal innerhalb einer Bewegung oder einer Community Dissens fair ausgehandelt werden kann oder eine Fehlertoleranz gegeben ist, wie soll man dann in der Mehrheitsgesellschaft Bereitschaft erzeugen, sich mit den eigentlich wichtigen Anliegen auseinanderzusetzen? Veränderungen werden nicht erreicht, wenn wir potenzielle Verbündete mit inszenierten Hexenjagden einschüchtern.“ Till Randolf Amelung – Moderne Hexenjagd gegen Diskriminierung. Eine kritische Auseinandersetzung mit „Definitionsmacht“. In: Patsy l’Amour laLove – Beissreflexe. Kritik an queerem Aktivismus, autoritären Sehnsüchten, Sprechverboten.

Unsere Gründung basiert auf der genannten Kritik der dogmatischen subkulturellen Linksradikalen und eigener Erfahrungen des immer wieder Scheiterns an den gesellschaftlichen Verhältnissen. Doch möchten wir zumindest den Versuch starten, aus unseren Erfahrungen zu lernen und neue Ideen zu entwickeln, sowie neue Wege zu gehen. In dieser Hinsicht sind wir somit undogmatisch. Undogmatisch sind wir auch im Sinne dessen, dass wir sowohl intern als auch extern verschiedene Meinungen zulassen und diese Diversität akzeptieren. Für uns ist hierbei eine solidarische Streitkultur, statt dem Verharren in den eigenen Dogmen, ein wichtiger Bestandteil linker Politik, um Fortschritt erreichen zu können. Undogmatisch bedeutet für uns explizit aber nicht, dass wir keine eigene Theorien haben oder gar alle Positionen billigen würden. Es gibt Auffassungen, die nicht mit unseren vereinbar sind.

Außerdem wollen wir eine pragmatische Politik betreiben. Dies bedeutet für uns, auf Augenhöhe und in gegenseitigem Respekt mit anderen Gruppen zusammenzuarbeiten, ohne dabei bestehende Unterschiede zu leugnen und wichtige solidarische Kritik zu vernachlässigen. Hierfür ist Bündnisarbeit für uns ein wichtiges Kriterium, um gemeinsam mit Mitstreiter:innen unsere Ziele erreichen zu können. Deshalb wünschen wir uns, in Zukunft langjährige Freundschaften mit anderen Gruppen einzugehen.

Das A und O linker Gruppen

Wir fragen euch nicht nach Verband und Partei, seid ihr nur ehrlich im Kampf mit dabei, gegen Unrecht und Reaktion! Wir sind durch die Not, durch den Hunger vereint, uns binden die Opfer im Kampf vor dem Feind, unsre Lieder der Revolution!“ Ernst Busch – Roter Wedding

A wie Agitation – ist für uns eines der essenziellen Bestandteile linker Politik, da es eine große handlungsfähige radikale Linke braucht, um am Fundament des Kapitalismus und der bürgerlichen Gesellschaft rütteln zu können. Deshalb möchten wir durch regelmäßige Angebote interessierten Menschen anbieten, uns und unsere Politik kennenzulernen. Hierfür sehen wir es als unabdingbar an, an den verschiedensten Orten, somit auch abseits studentisch-linker Räume, präsent zu sein, denn wir wollen nicht nur Student:innen Zutritt zu organisierter Politik gewähren. Nicht die Klasse, das Geschlecht oder die ethnische Zuschreibung sollte entscheidend dafür sein, Anschluss an organisierte linksradikale Strukturen zu bekommen, sondern die Bereitschaft und Verbindlichkeit, politische Kämpfe führen zu wollen.

O wie Organisierung – muss für alle Menschen möglich sein, also auch für Aktivist:innen, die nicht studieren und die eingeschränkte Kapazitäten haben. In politischen Gruppen müssen die verschiedensten Lebensrealitäten außerhalb der studentischen Blase berücksichtigt werden, um dies zu erreichen. Dafür gilt es, die individuellen Bedürfnisse einzelner Gruppenmitglieder in einem dauerhaften, kollektiven Prozess mit den Zielen der Gruppe in Einklang zu bringen. Auch hier ist es unerlässlich, wenigstens den Anspruch zu haben, das Individuum mit dem Kollektiv zu versöhnen: Das Individuum braucht den Freiraum sich entfalten zu können, jedoch ohne dabei die gemeinsam gesteckten Ziele des Kollektivs aus dem Blick zu verlieren. Des Weiteren erachten wir es als wichtig an, durch ein aktives Skillsharing Wissen und Fähigkeiten vor allem an neue Aktivist:innen weiterzugeben. Denn es kann von Menschen ohne Erfahrung in politischen Zusammenhängen, die sich organisieren wollen, nicht erwartet werden, dass sie bereits das nötige Wissen und Können besitzen, dass man für linksradikale politische Arbeit braucht. Diese realitätsferne Erwartungshaltung lässt sich leider viel zu oft vorfinden.

Wir reichen alten Genoss:innen die Hand und ermutigen euch, weiterhin mit uns gemeinsam für eine bessere Gesellschaft zu kämpfen!

Wir reichen auch neuen, uns bisher unbekannten Genoss:innen die Hand und freuen uns auf eure Bekanntschaft!

Trotz alledem!

Schlussendlich geht es für uns darum, eine vom Zwang befreite Gesellschaft zu schaffen: Nicht mehr für Lohn und den Markt arbeiten zu müssen, nicht mehr gleich sein zu müssen, nicht mehr unterdrückt und ausgegrenzt, isoliert und hilflos sein zu müssen.

Unser Ziel ist vorerst, eine radikale Linke in Marburg präsenter zu gestalten und in der Stadtgesellschaft verankert zu sein. Es gilt dabei den Spagat zu schaffen zwischen Handlungsfähigkeit und einer Ausrichtung an Gesellschaft, ohne dabei die radikale Absage am Status Quo aus dem Blick zu verlieren. In diesem Sinne wird unser Fokus im ersten Jahr auf lokaler Ebene liegen. Wir sind uns durchaus bewusst, dass eine radikale Linke auch überregional handlungsfähig sein muss und sind offen für Kooperationen abseits der eigenen Stadt-, Bundesland- oder gar Staatsgrenzen.

Revolution ist großartig, alles andere ist Quark!“ Rosa Luxemburg

Die Frage, die sich stellen mag, ist, ob wir mit unseren eigenen Ansprüchen zum Scheitern verurteilt sind, da diese zu utopisch sind. Möglich, doch dann können wir auch aufhören, Kommunist:innen zu sein. Denn es gibt bekanntermaßen kein richtiges Leben in diesem Hundesystem Kapitalismus. Leider führt dieser Kampf gegen das Elend unweigerlich dazu, dass unser persönliches Leben erschwert wird und in der Konsequenz scheitern auch wir immer wieder an ihren Widersprüchen. Deshalb wollen wir die Kunst des Scheiterns lernen und wie man mit Rückschlägen konstruktiv umgeht. Solidarität und aktive Hilfe statt leere Floskeln können diesen Prozessen vielleicht keine Paroli bieten, aber unsere eigenen Kämpfe erleichtern. Denn wir möchten unsere Hoffnung auf ein besseres Leben für Alle nicht aufgeben, sondern unsere Träume in diese triste Gesellschaft tragen.

Großmäuligkeit ist eine unserer Macken, das ist wohl auch’n Fehler unsererseits, aber manchmal kriegen wir auch was gebacken und darin steckt letztendlich doch der Reiz“ Yok Quetschenpaua – Autonome

Nieder mit der Reaktion!

Nieder mit dem Kapitalismus!

Für die befreite Gesellschaft!

Gruppe CAT – Communist Action & Theory im Mai 2020

[1] Dieser Abschnitt soll unsere Haltung zu der Frage was „deutsch“ sei nur skizzieren und anreißen. Es bedarf wohl eher Bücher, Essay’s, Aufsätze etc., um sich dieser Thematik zu nähern.

[2] Theodor W. Adorno: Dialektik der Aufklärung. „Elemente des Antisemitismus“