Workshops und Vorträge

Zukünftig möchten wir einige Workshops und Vorträge als Gruppe anbieten. Falls ihr Interesse habt, schickt uns einfach eine E-Mail. Da wir uns noch in der Aufbauphase befinden, werden einige der hier angeführten Veranstaltungen erst im Winter 2020 angeboten werden.

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(Post-)autonom oder wie sich mein Auto selbst entzündet hat

Ein Einführungsvortrag in (post-)autonome Geschichte, Theorien & Praxen

Mit der sogenannten Austrittserklärung aus den Autonomen (Heinz Schenk Debatte 1991) entstanden zum ersten Mal postautonome Organisierungsformen. Die Basis postautonomer Theorien & Praxen ist eine vielfältige Kritik an einer subkulturellen Linken, die sich nur noch in Abwehrkämpfen befindet, sich größtenteils mit sich selbst beschäftigt und das eigentliche Ziel, nämlich der Kampf für eine umfassende Gesellschaftsveränderung, aus den Augen verloren hat. Mit dem Aufkommen postautonomer Organisationen wie dem „…ums Ganze“ Bündnis oder der „Interventionistischen Linken“ wurden neue Politikbereiche erschlossen. Neben den klassisch autonomen Themen wie der Schaffung selbstverwalteter Räume kommen nun die Bereiche Recht auf Stadt, Care-Revolution, Klimapolitik, Prekäre Arbeit, Antifaschismus und Antirassismus hinzu. Das Motto ist: Raus aus der Subkultur und rein in eine umfassende Gesellschaftsveränderung auf allen Ebenen. Um die Postautonomen zu verstehen müssen wir uns auch in die Geschichte der Autonomen, ihrer Entstehung und ihrer Kritik heranwagen. Eine einheitliche postautonome Theorie existiert hierbei nicht. Trotz dessen wollen wir in diesem Einführungsvortrag einige Theorien (Operaismus, Wertkritik, Hegemonietheorien), die innerhalb postautonomer Zusammenhänge diskutiert werden, vorstellen. Im Anschluss möchten wir anhand einiger vorbereiteter Fragen eine Diskussionsrunde anregen.

Unsere Buchempfehlungen zum Vortrag:

  • Autonome Theorien – Theorien der Autonomen? / Robert Foltin / 2015 / Verlag: mandelbaum Kritik & Utopie
  • Post Autonomie – Von der Organisationskritik zu neuen Organisationsformen / Robert Foltin / 2016 / Verlag: Unrast
  • Die Autonomen – Zwischen Subkultur und sozialer Bewegung / Jan Schwarzmeier / 2001 / Verlag: Books on Demand
  • Perspektiven Autonomer Politik / Ak Wantok / 2010 / Verlag: Unrast
  • Autonome in Bewegung – Aus den ersten 23 Jahren / AG Grauwacke / 2004 / Verlag: Assoziation A
  • Feuer und Flamme 1 + 2 / Geronimo / 1990, 1992 / ID-Verlag

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Yalla Yalla Migrantifa

Geschichte, Unterschiede und Perspektiven

Wir leben in Zeiten des Rechtsterrorismus. Migrant:innen in Deutschland werden tagtäglich von der extrem Rechten und staatlichen Behörden bedroht. Und aus Worten werden Taten: Durch die Hasstiraden von geistigen Brandstifter:innen gestärkt werden rechtsterroristische Anschläge verübt. Hanau ist ist eine dieser traurigen Zuspitzungen deutscher Zustände. Seitdem werden die Stimmen nach mehr Migrantifa, migrantischer Selbstorganisierung & Verteidigung lauter. Doch was bedeutet Migrantifa überhaupt und was bedeutet es für Migrantifaschist:innen sich in Zeiten des rechten Terrors aktiv zur Wehr zu setzen? In diesem Vortrag möchten wir auf die Geschichte migrantifaschistischer Gruppen wie der Antifa Genclik eingehen, ihre Kritik an weißen Antifa-Gruppen wiedergeben und die spezifischen Perspektiven aufzeigen. Fragen, die wir mit diesem Vortrag andiskutieren und beantworten wollen sind unter anderem: 1. Warum sind viele linke Gruppen in Deutschland weiß geprägt? 2. Welche Vorteile, aber auch Herausforderungen können selbstorganisierte migrantifaschistische Gruppen gegenüber herkömmlichen Antifa-Gruppen besitzen? 3. Welche Rolle spielen Repräsentation und Repression für Migrantifas? 4. Wie kann die antifaschistische Szene Migrant:innen aktiv supporten?

Unsere Buchempfehlungen zum Vortrag:

  • Migrantische Selbstorganisierung im Kampf gegen Rassismus / Caagri Kahveci / 2017 / Verlag: Unrast
  • Antifa Genclik – Eine Dokumentation (1988-1994) / Ak wantok / 2014 / Verlag: Unrast

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Rausschmiss Workshop

In diesem Workshop möchten wir mit euch gemeinsam gängige Rausschmisskonzepte vorstellen und durchspielen wollen. Der Fokus liegt hierbei auf eine möglichst deeskalative Praxis, um unerwünschte Personen schnell und einfach aus den Räumlichkeiten entfernen zu können. Der angebotene Workshop möchte zudem explizit eine feministische Praxis hervorheben. Für diesen Workshop wird kein Vorwissen benötigt und ist offen für Gruppen/Vereine/Initiativen und Kollektive. Benötigt wird eine für die Situation passende Räumlichkeit (Autonome Zentren/Kneipen/Cafés/Diskotheken etc.).

  • Mindestanzahl: 4-15 Personen
  • Dauer: 3-4h

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Kritik der subkulturellen Linksradikalen

To be announced