Vortrag: Verbrannte Orte – Die Bücherverbrennungen 1933

Vortrag: Verbrannte Orte – Die Bücherverbrennungen 1933.

Am 23. Juni 1933, bezeichnenderweise dem Vorabend des Gutenberg- Festes, organisierten Mainzer Studierende eine Bücherverbrennung. Vor der Verbrennung zog ein von den Studierenden geführter Fackelzug durch Mainz, der von der Holzstraße über die Rheinstraße, das Höfchen, die Ludwigstraße, Schillerstraße und Große Bleiche, von dort zurück zur Rheinstraße bis zum Ort der Verbrennung führte.

Auf dem heutigen Jockel-Fuchs-Platz (damals: Halleplatz, bzw. A.-H.- Platz), einem der wichtigsten Plätze in Mainz, verbrannte die Studentenschaft so, ausgerechnet am Vorabend des Festes, bei dem man voller Stolz die Erfindung des Buchdruckes durch den Sohn der Stadt Johannes Gutenberg feierte, Werke bedeutender Autor*innen.

Der Vortrag wird ausgehend von den Mainzer Bücherverbrennungen die historischen Hintergründe der „Aktion wider den undeutschen Geist“ beleuchten. Ein besonderer Fokus liegt auf der Rolle studentischer Verbindungen, insbesondere der Burschenschaften, die in Mainz und auch in Marburg maßgeblich an der Organisation und Durchführung der Verbrennungen beteiligt waren.

Darüber hinaus wird die heutige Erinnerungskultur in den Blick genommen.

Der Vortrag findet am 14.11.25 um 20:45 im Café am Grün statt.